logo_animat

KELTENMEDIZIN

info@doc-uni.at

TOP AKTUELL

Antibiotika und Cortison



Antibiotika

Die Entwicklung der ersten Antibiotika in den 40er Jahren gab den Ärzten ein wirksames Instrument gegen bakterielle Infektionen in die Hand. Wissenschaftler sagten damals ein Ende der Seuchen voraus. Ein halbes Jahrhundert später werden so viele Antibiotika verschrieben wie nie zuvor und dennoch kann von mehr Gesundheit, geschweige denn von einer Ausrottung der Seuchen keine Rede sein. Im Gegenteil: AIDS, SARS, VOGELGRIPPE – alle paar Monate werden neue, die „Menschheit ausrottende“,  Bedrohungen präsentiert.

Tatsache ist, dass Antibiotika, wenn, nur bei bakteriellen Infekten wirken!
95 % aller Infekte sind aber Virusinfekte. Wie oft bekommen wird aber gerade in diesen Fällen – denken sie etwa an die Grippe  – ein Antibiotikum vom Arzt verschrieben. Also ein Medikament mit Nebenwirkung (siehe unten) aber ohne Wirkung - ein ärztlicher Kunstfehler?!

Auf Grund dieser Verschreibungspraxis (Kindern wird z. T. bereits für einen harmlosen Schnupfen Antibiotika verschrieben!), d.h. der zu langen und häufigen Anwendung,  entwickeln die Krankheitserreger Resistenzen und werden aggressiver, so dass bisher harmlose Infektionen nicht mehr durch Medikamente beherrschbar werden 

Was sind Antibiotika?
Es sind Substanzen, die im Stande sind, Kleinstlebewesen (Bakterien) zu zerstören. Genauer gesagt handelt es sich um Stoffwechselprodukte anderer Mikroorganismen, in den meisten Fällen von Pilzen (Penicillin) oder synthetisch  hergestellten Stoffen. Sie gehören zur Klasse der Chemotherapeutika und sind teilweise sehr schwierig vom Körper auszuscheiden.
 

Die Nebenwirkungen 

  • Durch Störung der Stoffwechselfunktionen bei Bakterien hemmen sie das Zellwachstum. Indem sie diese Wirkung auch an menschlichen Zellen veranlassen, wird die Regenerationsfähigkeit gestört.
  • Störungen der Immunität. Werden zum Beispiel bei Bakterienerkrankungen, wie Scharlach, zu früh Antibiotika eingesetzt, kann sich die Körperabwehr  nicht richtig aufbauen. Der Körper verliert so die Möglichkeit, den Schlüssel für das entsprechende Abwehrsystem zu finden und die Erinnerungszellen zu aktivieren. Folge: Die Krankheit tritt öfter auf.
  • Schwächung des Immunsystems durch Schädigung der Darmflora, wo sich sehr viele wichtige Mikroorganismen befinden. Die Hauptfunktionen des Immunsystems werden  über den Darm reguliert. (siehe Kapitel „tierisches Eiweiß“).
  • Toxische Schäden von Organen (vor allem Leber und Niere), Störung der Blutkörperchenbildung, bis hin zur Schädigung des Nervensystems.
  • Schaffung von zusätzlichen Risikofaktoren wie Allergien. Die Bereitschaft dazu steigt proportional mit Höhe und Häufigkeit der verabreichten, antibiotischen Dosis.
  • Entwicklung von Resistenzen, siehe Absatz „Entstehung von Resistenzen“.

Das Wunderheilmittel „Antibiotikum“ in der Form einzusetzen, wie dies heute im medizinischen Alltag passiert, bedeutet: Die eigene Abwehr schwächen und sich in Zukunft für Krankheiten noch anfälliger zu machen. Denn das Wesen guter und erfolgreicher Medizin liegt nicht im Besitz der Mittel, sondern vor allem in einer richtigen Diagnose und dem gezielten, sowie dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, folgenden Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel. 

Bakterien sind lebenswichtige Bestandteile unseres Immunsystems. Würde man den Menschen täglich sterilisieren, würde er nicht lange leben. In einem gesunden Körper leben Bakterien und Viren in einer natürlichen Symbiose miteinander. Sie brauchen einander, um zu überleben, aber sie müssen im Gleichgewicht sein. Ist die Balance gestört oder dringen gänzlich fremde Erreger ein, kommt es zu Infektionsanfälligkeiten (Dysbiosen).

Die Folge: Der Körper schickt Antikörper in die Schlacht. Gut gegen Böse. Kommen nun Antibiotika dazu verlieren alle. Eine seltsame Kampfstrategie. Alle Bakterien werden getötet. (Die krankmachenden  Bakterien, und auch jene Bakterien, die Teil unseres Immunsystems sind).

Es entsteht ein Vakuum, in das feindliche Erreger immer leichter eindringen können. Die Viren können sich nun schneller und ungehinderter vermehren, weil ja jene Bakterien ebenfalls getötet wurden, die eigentlich den Körper vor „Krankheitserregern“ schützen sollen.

Warum aber fühlt man sich nach der Antibiotikagabe besser?
Alle Krankheitssymptome (Fieber, Husten, Schnupfen, Schmerzen...) sind Auseinandersetzungen mit den Krankheitskeimen und eigenen Bakterien. Nun vernichtet man mit AB (Antibiotika) die Bakterien, welche als erste Abwehrschranke fungieren, und so fallen einige Reaktionen wie Fieber und Schmerzen vorerst weg.

Die Viren selbst aber vermehren sich nun schneller, und ziehen dem Körper enorm viel Energie ab. Es entsteht ein „PROTRAHIERTER INFEKT“ = verlängerter Infekt mit meist wenig Fieber, wenig Schmerzen, aber wochenlanger depressiver Erschöpfung.

Zudem wird der Infekt nicht richtig ausgeheilt und sozusagen in Tiefschlaf versetzt, der jederzeit geweckt werden kann. Bei jeder geringen Belastung flackert der Infekt wieder neu auf. In der Folge entsteht ein „SLOW-VIRUS-SYNDROM“. So schnell wird mittels ärztlicher Kunst aus einer akuten Krankheit eine chronische Krankheit.

Wie entstehen Resistenzen?
Im besten Fall einer Antibiotika - Gabe wird kurzfristig die weitere Vermehrung der Bakterien gestoppt.

Kaum setzt man das Medikament ab, beginnen  sich die Bakterien wieder zu vermehren. Gleichzeitig verändern sie die Zusammensetzung ihrer Zellstruktur, um sich vor künftigen Angriffen zu schützen. Das nächste Mal, wenn dieses Antibiotikum wieder eingesetzt wird, hat es meist ihre Wirkung verloren. Ein anderes Medikament ist zur Behandlung notwendig. Dies nennt man Resistenz.

Das Argument bei bakteriellen Infekten, das Antibiotikum „mindestens“  7 bis 10 Tage  zu nehmen, damit alle Bakterien vernichtet werden, um vor Resistenzen zu schützen, ist schlichtweg eine wissenschaftliche Fehlinterpretation. Zum Ersten entstehen Resistenzen dann, wenn ein Antibiotikum häufig, oder über längere Zeiträume, eingenommen wird. Dies ist bei Einnahme über mehrere Tage schon der Fall, fördert also die Resistenzentwicklung, und die Patienten können dann bei einfachen Infekten sterben, weil die Medikamente nicht mehr wirken (Lungenentzündung im Krankenhaus).

Doch selbst wenn sie noch nie ein Antibiotikum eingenommen haben, können Antibiotika resistente Keime übertragen werden. Ein solches Risiko besteht in Fällen eines schwachen Immunsystems (falsche Lebensweise – Medikamente, Fehlernährung, Stress, langer Krankenhausaufenthalt...)

Herzmuskelentzündungen und Herzfehler,
wenn man kein Antibiotikum nimmt?
Sinn einer Therapie ist, die Krankheit auszuheilen. Bettruhe ist das erste Gebot.

Nimmt man Antibiotika und vielleicht sogar in Kombination mit Schmerzmitteln und fiebersenkenden Medikamenten, fühlt man sich zu früh besser, verlässt das Bett, und es kommt in vielen Fällen zu einem Rückfall.

Herzmuskelentzündungen im Rahmen grippaler Infekte entstehen in erster Linie durch ein geschädigtes und schlecht funktionierendes Immunsystem (begünstigt durch Antibiotika), das in jenem Falle falsch gesteuert wird. 
 

Was sollte man noch rund um Antibiotika beachten

  • Dem Arzt signalisieren, dass Sie Antibiotika nur im äußersten Notfall nehmen möchten (strenge, zurückhaltende Indikationsstellung),  und vorher alle anderen Mittel zur Stärkung der Körperabwehr ausschöpfen  möchten. Bei lebensbedrohlichen Zuständen wird  sich die Gabe von AB nicht vermeiden lassen! Dafür sind solche Medikamente auch gedacht, um Leben zu retten und nicht zu schwächen.
  • Keine vorbeugenden Antibiotikagaben („Prophylaxe“): Diese sind den Intensivpatienten im Spital vorbehalten! 
  • Vor Therapiebeginn ist in einer modernen Medizin eine Prüfung der Keime (Kultur) und der AB-Wirksamkeit (Resistenzprüfung) durchzuführen!
  • Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich! Wissen ist Macht! Verlassen sie sich nicht auf Andere und informieren sie sich selbst.
  • Wählen sie einen Arzt aus, der sowohl alle Möglichkeiten der Behandlung kennt, diese auch wirklich mit der nötigen langen Erfahrung beherrscht, und die eigenen Therapien im Sinne von Nebenwirkungen kritisch zu betrachten imstande ist. Um allerdings die Arbeitsweise von Ärzten hinterfragen zu können, müssen sie selbst schon über Erfahrung mit alternativen Methoden und kritisches Wissen verfügen. (siehe Seminarangebote der Patienteninitiative)
  • Wenn man schon ein Antibiotikum einnimmt, sollte man sicherstellen, ob es sich tatsächlich um einen bakteriellen Infekt handelt. Zum Beispiel kann man eine Sputumkultur anlegen lassen und eine Resistenzprüfung machen.
  • Informieren sie sich über Wirkungen und Nebenwirkungen
  • Wenn man Antibiotika eingenommen hat, nur so lange nehmen, bis die kritische Phase vorbei ist.
  • Das wichtigste ist, das Immunsystem zu stärken (gesunde Ernährung, frische Luft, Bewegung), um so schwerwiegende Krankheiten zu verhindern, und leichte Krankheiten schnell zu überstehen.
  • In tierischen Lebensmitteln befinden sich sehr viele Antibiotika, weil die Tiere damit regelmäßig „gefüttert“ werden, um schneller Gewicht anzusetzen („Mast“).  Wenn schon Fleisch und Milchprodukte, dann vom Biobauern!

 

Cortison

Jeder Mensch besitzt eine eigene Cortisonproduktion. Cortisone sind Hormone der Nebennierenrinde. Sie regen die Leberfunktion an  und haben die Aufgabe Fett- und Eiweißbestandteil des Blutes in Zucker umzuwandeln. Darüber hinaus hemmen sie die Entzündungsvorgänge, indem sie eine besondere Sorte weißer Blutkörperchen an der Vermehrung hindern, und so die Bildung von Antikörpern bremsen.

Diese Eigenschaft des Cortisons greift nun die Schulmedizin heraus und verordnet  Cortisonpräparate zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Rheuma und Erkrankungen der Haut.

Warum aber bildet der Körper im Falle einer Erkrankung nicht einfach selber mehr Cortison, um sich selbst zu heilen?
Ganz einfach: Cortison ist dafür bekannt, dass es die Immunbereitschaft in anderen Bereichen des Körpers herabsetzt, indem es die Erzeugung von Antikörper und Killer-T-Zellen einschränkt, die von der Thymusdrüse erzeugt werden und für die Überwachung von Krankheitserregern durch das Immunsystems verantwortlich sind. Ein Übermaß an Cortison stört also das Immunsystem. Die Folge ist eine eingeschränkte Kontrolle und Abwehr von Viren, Bakterien, Pilzen, körperfremden Eiweißen, Giften, etc. Diese Irritation des Immunsystems zeigt sich u. a. in Stresssituationen. Stress löst ebenfalls eine zusätzlich Produktion an Cortison aus, wodurch wir in diesen Situationen  anfälliger für Erkrankung werden.

Fazit:
Aufgrund der bedrohlichen Nebenwirkungen steigert der Körper bei Krankheiten die Cortisonproduktion bewusst nicht!
Cortisonpräparate sind künstliche Hormone und werden auch Glukokortikoide genannt. Wie bereits angesprochen, liegt die besondere Wirkung des Cortisons in seiner entzündungshemmenden Eigenschaft. Diese ist anfangs sehr intensiv, lässt nach 24 Stunden aber deutlich nach. Obwohl Cortisonpräparate in der traditionellen Schulmedizin noch gerne angewendet werden, sollten solche Medikamente, wegen der erhöhten Infektionsgefahr und der irreversiblen Schädigung der Haut, nur in Notfällen  und so kurz wie möglich angewendet werden.
Von der Injektion von Glukokortikoiden in Gelenke ist wegen der besonders hohen Infektionsgefahr überhaupt strikt abzuraten.
 

Große Gefahr birgt vor allem die längerfristige Einnahme von Cortison. Die wichtigsten Nebenwirkungen sind:

    1.   Vollmondgesicht
    2.   Knochenerweichung (Osteoporose)
    3.   Zuckerkrankheit
    4.   Blutfettspiegelanstieg
    5.   Muskelschwäche
    6.   Stammfettsucht
    7.   Sexualstörungen (Unfruchtbarkeit und Impotenz)
    8.   blaue Hautstreifen
    9.   Cortisonsakne
    10. Ödeme
    11. Kaliumverlust
    12. erhöhte Infektanfälligkeit
    13. Wundheilungsstörungen
    14. Wachstumshemmungen
    15. Magengeschwüre
    16. Magenblutungen
    17. Psychosen
    18. Thromboserisiko
    19. Absterben von Knochen
    20. Grüner und Grauer Star
    21. Hautgeschwüre
    22. Zunahme der Körperbehaarung
    23. Muskelschwund
    24. Wieder auftreten der Grundkrankheit

Glukokortikoide haben häufig dies zu Folge, wogegen sie eingesetzt werden: Hautkrankheiten. 

Das „Arzneitelegramm“ (Fachzeitschrift, die jeder Arzt geschickt bekommt) gibt an, dass bei ca. drei Prozent Glukokortikoid- Empfänger mit einer Magen-Darm-Blutung, bei etwa einem Prozent mit einer lebensbedrohlichen Blutung gerechnet werden muss. Diese Informationen erhält jeder Arzt, und trotzdem werden sogar noch Kleinkinder bedenkenlos mit diesem Medikament behandelt!

Gelingt es mit Cortison das Symptome zu unterdrücken, so kann sich eine Störung „nach Innen schlagen“: Bösartigere Krankheiten können sich entwickeln, wie z.B. Krebs statt Ausschlag!

Bei jeder chronischen Krankheit ist es wichtig mit Regulationsmethoden eine Heilung zu erzielen und keine Symptomunterdrückung zu praktizieren, wie es mit dem Großteil der chemischen Medikamente gemacht wird.

Ist einmal die Haut mit Cortison (Hausarzt) behandelt worden, ist es auch für den erfahrenen Hautarzt schwer, die Ursache der Hautentzündung zu erkennen. Ein führender deutscher Hautspezialist, Professor Heinrich Ippen aus Göttingen, warnt darum in seinen zahlreichen Veröffentlichungen, dass Glukokortikoide erst nach einer eindeutigen Diagnosestellung verwendet werden dürfen.

Wenn nun nach der tatsächlichen Ursache der Hauterkrankung gesucht wird, zeigt sich oft, dass die Anwendung dieser starken Arzneimittel nicht notwendig gewesen wäre.

Cortison ist lebenswichtig! Aber nur in lebensbedrohlichen, akuten Krankheiten/Situationen!


    1.     Schock (physisch)
    2.     schwere Allergie (Akutzustand)
    3.     Asthmaanfälle
    4.     Wenn der Körper selbst kein Cortison bilden kann (Ersatz)
    5.     nach Organtransplantationen, um das Immunsystem zu
            unterdrücken

Bei den folgenden Krankheiten, sollte nur kurzzeitig Cortison angewendet werden, wenn alternative (nebenwirkungsfreie) Methoden nicht weiterhelfen:

  • schwere rheumatische Schübe
  • gewisse Bluterkrankungen
  • Tumorerkrankungen

Fahrlässig eingesetzt wirkt es nicht lebensrettend,
sondern lebensbedrohlich!

Nur wenn sich der Arzt genügend Zeit nimmt, um Ihnen die Krankheit, die Behandlungsnotwendigkeit, die Nebenwirkungen, sowie auch die Vor- und Nachteile anderer Therapiemöglichkeiten, ausführlich und logisch zu erklären, können Sie einer solchen Therapie zustimmen. Andernfalls sind Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Therapie angebracht.

 

Dr. univ. med. Josef A. Egger  -  Arzt für Allgemeinmedizin  -  A-5721 Piesendorf  -  Grabenweg 35  -  Tel 0043 (0)6549/7442-0  -  Fax -15  -  info@doc-uni.at