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Häufige Fragen



Häufige Fragen

 

Bekomme ich bei dieser Ernährung keine Mangelerscheinungen?

Die Gefahr von Mangelerscheinungen auf Grund (geänderter) Ernährung wird weithin überschätzt, zumal wir in einem Kulturkreis leben, der durch Fülle in allen Bereichen gekennzeichnet ist. So auch beim Essen. Dennoch kennen auch wir Mangelzustände, die wir mittels Nahrungsergänzungsmittel zu beheben suchen.
In der sog. „dritten Welt“, werden Mangelkrankheiten durch mangelnde Ernährung hervorgerufen. Unsere Mangelerscheinungen hingegen werden – soweit sie überhaupt von der Ernährung herrühren – durch ein Zuviel hervorgerufen. Das klingt zunächst widersprüchlich, ist aber leicht zu erklären.

Das Übermaß in unserer Ernährung führt mit der Zeit zu einer Beeinträchtigung der Funktion v.a. der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. Wir leben jedoch nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was wir verdauen. So führt das Zuviel zunächst im schlimmsten Fall „nur“ zu unerwünschten Fettpolstern und Übergewicht. Entscheidender aber ist die Schädigung der Verdauungsorgane, die in der Folge nicht – oder nicht mehr in ausreichendem Maße – in der Lage sind, die zugeführte Nahrung umzuwandeln, zu verstoffwechseln. Die Folge ist, dass einerseits noch mehr Abfall im Körper entsteht, der aus Mangel an entsprechender Kapazität der Ausscheidungsorgane im Körper deponiert werden muss und früher oder später zu Problemen führt (z.B. in Form von Gicht und Rheuma).
Andererseits führt der mangelhafte Stoffwechsel zu einer Unterversorgung des Körpers mit lebensnotwendigen Stoffen. Das heißt - um es noch einmal deutlich zu machen - unsere Mangelerkrankungen entstehen nicht, weil wir zu wenig von den Stoffen zuführen, sondern weil wir zuviel essen!

Aus diesem Grund ist es auch widersinnig, dieses Übermaß auch noch zu steigern durch so genannte Nahrungsergänzungsmittel! Ganz im Gegenteil! Der erste Schritt Richtung Gesundheit liegt in den meisten Fällen daher in einer Reduktion der Essmengen und einer gleichzeitigen Sanierung des Verdauungstraktes.
Im zweiten Schritt kann man dann überlegen, welche Nahrungsmittel günstig sind punkto Förderung ihrer Gesundheit, und welche nicht.

Dem gesunden Verdauungstrakt und den dadurch gewährleisteten Stoffwechselprozessen kommt also hinsichtlich der Gesunderhaltung unseres Körpers eine zentrale Bedeutung.
Und wenn dieser 100prozentig funktioniert ist es letztendlich egal was sie essen. Den der Körper wird das, was ihm zugeführt wird in seine Urbausteine zerlegen und daraus das zusammensetzen, was er zum überleben braucht. Es ist wie beim Lego spielen. Man baut aus Bausteinen ein Haus und wenn es einem nicht mehr gefällt zerlegt man es wieder und baut aus denselben Steinen ein Schiff.

Zu guter Letzt ist es also ihr Verdauungstrakt in dem sich entscheidet, ob das, was sie über das Essen aufgenommen haben, zu einem Beitrag ihres Wohlbefindens oder einer Quelle von Krankheit wird.

 

Wie lange muss ich meine Ernährung umstellen?

Diese häufig gestellte Frage am Ende einer Ernährungsberatung ist Ausdruck mangelhaften Verständnisses der Ursachen der eigenen Erkrankung und des damit verbundenen Leidens. Denn der Hintergrund der Frage spiegelt die Vorstellung wider, dass der Ernährungsplan nur eine kurze Diät darstellt. Diese wird über einen begrenzten Zeitraum eingehalten, damit lösen sich alle Beschwerden auf, und man kann weiter leben wie zuvor – so zumindest die (Wunsch-)Vorstellung.

Die Ursachen von Erkrankung
Unbeantwortet, weil nie gestellt, bleibt dabei die Frage, wie es überhaupt zu der Erkrankung gekommen ist. Ist es Zufall? Ist es Schicksal, oder einfach nur eine grausame Laune der Natur?

Nun, jede Erkrankung entwickelt sich aus einer Ursache und begleitende Bedingungen. Gäbe es diese nicht, gäbe es auch kein Heilmittel, die diesen entgegenwirken können, und damit auch keine Heilung.

Ernährung als tägliche Gesundheitsvorsorge
Sicher – es gibt auch Heilmittel, die kurzfristig eingesetzt, einen Anstoß zur Aktivierung der (Selbst-)Heilungskräfte des Körpers geben. Die Ernährung jedoch stellt täglich die ausreichende Versorgung unseres Körpers mit Energie und Substanz sicher, übt damit einen wesentlichen Einfluss auf den optimalen Ablauf der Körperfunktionen aus und sichert damit dessen Gesunderhaltung. Wenn dieser Umstand, dass unsere tägliche Nahrung gleichsam Medizin ist, die wir drei bis fünf Mal täglich zu uns nehmen, erst einmal in unser Bewusstsein dringt, wird verständlich, dass körperliche, wie auch geistige Gesundheit nicht von gesunder Ernährung zu trennen ist.

Leben ist Veränderung
Und mit diesem Bewusstsein wird klar, wie widersinnig die Vorstellung ist, durch ein paar Tage oder Wochen gesunder Ernährung langfristig die Gesundheit fördern und auch erhalten zu wollen.

„Wer immer nur das denkt, was er bisher schon gedacht hat, wird immer das bekommen, was er bisher schon bekommen hat.“

Ein Zurückgehen zu alten Denk- und Verhaltensmuster muss daher auf kurz oder lang wieder dieselben Erkrankungen hervorrufen!
So gesehen bildet ein Ernährungsplan erstellt nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) immer den Wegweiser in ein neues, langfristig geändertes Ernährungsverhalten. Sicherlich enthält er auch Anweisungen, die zunächst strikter sind um aktuellen Beschwerden gerecht zu werden. Diese können nach einiger Zeit, in Abstimmung mit dem Therapeuten, gelockert oder aufgehoben werden. Die Basis aber bilden Empfehlungen, welche die langfristige Ernährungsrichtung festlegen.

Empfehlenswert ist daher grundsätzlich den Ernährungsplan in der erhaltenen Form umzusetzen und frühestens nach einem halben Jahr einen Folgetermin zu vereinbaren. Bei diesem Gespräch können etwaige Probleme in der Umsetzung besprochen werden, die aktuelle Situation erhoben und allfällige Anpassungen vorgenommen werden. 

Was kann ich denn jetzt noch essen?

Diese resignierende Frage taucht manchmal bereits nach der Erwähnung des ersten Nahrungsmittels auf, welches zu vermeiden ist. Oftmals kommt sie aber spätestens dann, wenn das volle Ausmaß der Ernährungsumstellung erkennbar wird. Die Frage wirkt umso skurriler, als die gängige Ernährung vieler Patienten in Wirklichkeit nur als eingeschränkt zu bezeichnen ist. Die große Fülle v.a. an verschiedenem Gemüse, die uns heute zur Verfügung stehen, aus denen zahllose verschiedene köstliche Gerichte zubereitet werden können, werden nicht einmal ansatzweise wahrgenommen. Stattdessen beschränken sich viele mit  – übertrieben ausgedrückt – einer Handvoll Nahrungsmittel, an die sie scheinbar ihr gesamtes Glück hängen, das sie mit Zähnen und Klauen verteidigen, und für die manche sogar bereit sind, ihr Leben zu opfern.

Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“

Dieses Festhalten an Gewohnheiten stellt einerseits ein großes Problem im Zuge einer Ernährungsumstellung dar, gleichzeitig ist es aber auch Teil der Lösung. Denn ebenso wie wir uns jene Ernährungsweise, von der wir uns trennen müssen, irgendwann einmal angewöhnt haben, werden wir uns auch an die geänderte Ernährung gewöhnen und sie vielleicht auch einmal nicht mehr missen wollen.

Bis dahin ist es zugegebenermaßen manchmal ein steiniger Weg. Um diesen gehen zu können braucht es Intelligenz und Kreativität, um sich den Zugang zu neuen köstlichen Rezepten und deren Zubereitung zu schaffen, sei es über herkömmliche Kochbücher, speziellen Rezeptsammlungen, das Internet, oder einfach durch eigenes experimentieren.

Wichtiger aber als das braucht es natürlich in erster Linie ein starkes Vertrauen! Ohne die Überzeugung, dass der eingeschlagene Weg der Richtige ist, wird es tausend Gründe geben, warum die Umsetzung nicht möglich ist.

 

Verliere ich durch die Ernährungsumstellung nicht noch mehr Gewicht?

Was für die Einen ein Segen, kann für Andere zum Fluch werden, zu einem Problem, das zugegebenermaßen – zumindest kurzfristig – nicht einfach zu lösen ist.

Ernährungsumstellung heißt in vielen – oder eigentlich den meisten Fällen – in erster Linie einmal weniger zu essen und anders zu essen, um den Körper mit jenen Stoffen zu versorgen, die zu seiner Gesunderhaltung notwendig sind. Beides zusammen führt zwangsläufig zu einem Entschlackungsprozess im Körper, das heißt die Befreiung des Körpers von beeinträchtigenden Ablagerungen zur Verbesserung der körperlichen Funktionen. Als Folgewirkung ist damit zu Beginn – erwünscht oder nicht - immer auch ein Verlust an Masse und damit an Gewicht verbunden.

So schmerzlich für manche der Umstand ist, dass sie dünner werden und schon unter Umständen rein optisch nicht mehr so gut aussehen, so ist doch festzuhalten, dass das, was hier verloren geht nichts anderes ist als Abfall. Das ist keine gute, gesunde Substanz, die dem Körper als Reserve in Krisenzeiten zur Verfügung steht – zumindest nicht zur Gänze. Es ist Müll, der sich über die Jahre im Übermaß angesammelt hat und der sozusagen zwischengelagert wurde.

So sie mit dem angesprochenen Problem kämpfen, stehen sie letztendlich vor der Entscheidung, kurzfristig – zumindest in ihren Augen – gut auszusehen, oder gesund zu werden und auf längere Sicht die Schönheit ihres Körpers wiederzuerlangen. Denn wenn sie mit dem Halten des Gewichts nach unten hin haben, so ist dies in unserer Gesellschaft nur in den seltensten Fällen auf zu geringe Essmengen zurückzuführen. Ganz im Gegenteil, das Übermaß bei der Nahrungsaufnahme in Kombination mit „falschen“ Nahrungsmitteln, führt dazu, dass der Stoffwechsel – also die Umwandlung der zugeführten Nahrung – zunehmend schlechter funktioniert. Die Folge ist, dass die von uns aufgenommene Nahrung zunehmend schlechter in körpereigene Substanz umgewandelt wird und dort fehlt. Umgekehrt fällt immer mehr nicht verwerteter Müll an, der den Stoffwechsel weiter verschlechtert. Ein klassischer Teufelskreis, dem man auf Dauer nur entgehen kann, indem man den Verdauungstrakt saniert – durch weniger und „richtigerem“ Essen. Dann erst hat ihr Körper die Chance wirklich gute Substanz aufzubauen, und dann wird sich auch das Gewicht ausregulieren. 

 

Hat TCM etwas mit Eduscho oder Tschibo zu tun?

Nur indirekt, indem ich vielen Patienten auf Grund fortgeschrittener Schädigung der Nierenfunktion den Konsum von Kaffee verbieten muss.

Warnzeichen im Hinblick auf eine eingeschränkte Nierenfunktion kann übrigens nächtlicher Harndrang sein. Spätestens aber, wenn sie unter Inkontinenz – unkontrollierten Harn-, aber auch Stuhlverlust – leiden, sollten die Alarmglocken läuten und u.a. auf den Konsum von Kaffee, aber auch anderen harntreibenden Stoffen, verzichtet werden.

 

Dr. univ. med. Josef A. Egger  -  Arzt für Allgemeinmedizin  -  A-5721 Piesendorf  -  Grabenweg 35  -  Tel 0043 (0)6549/7442-0  -  Fax -15  -  info@doc-uni.at