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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)



Traditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch hier im Westen an Bekanntheit gewonnen. Ihr Erfolg gründet sich im wesentlichen auf ihre ungebrochene, nahezu 5000 Jahre lange Tradition deren Basis im Wesentlichen der „Huang Ti Nei King“ („Des gelben Kaisers Klassiker“), eine um 2800 Jahre vor Christus zusammengestellte Textsammlung bildet.

Im Westen wurde die TCM in erster Linie durch die Akupunktur bekannt und wird in unseren Breiten als Ergänzung zur westlichen Medizin angewandt. In China hingegen bildet die TCM auch heute noch ein vollständiges Heilverfahren, welches sich auf insgesamt 8 Säulen stützt:

  • Ernährungsheilkunde (Diätethik)
  • Kräuterheilkunde (Phytotherapie)
  • Akupunktur
  • Massage (Tuina)
  • Bewegung (Qi Gong, Tai Qi)
  • Astrologie
  • Geomantie (Feng Shui)
  • Meditation

Wie daraus ersichtlich wird, stellt die Akupunktur nur einen Teil der TCM dar, und tatsächlich sind in China die Kräuterheilkunde, aber auch die Ernährungsheilkunde bedeutender im Gesamtsystem einzustufen.

Grundlagen der TCM

Grundlage des Gesamtsystems bildet der Taoismus mit seiner Philosophie des YIN und YANG und dem daraus abgeleiteten System der „5 Wandlungsphasen“, oder der „5 Elemente“, wie sie bei uns besser bekannt sind.

YIN und YANG kennzeichnen 2 Wirkkräfte, die einander durchaus im Sinne eines dualen Systems gegenüberstehen, die sich auf der anderen Seite aber auch ergänzen. So kontrollieren und ergänzen sie einander und bringen einander hervor. Anders als unser westliches ENTWEDER - ODER bilden sie damit vielmehr ein SOWOHL ALS AUCH. Es gibt keine Existenz des Einen ohne des Anderen. Beide sind immer – wenngleich in wechselndem Ausmaß – gleichzeitig vorhanden. Letztendlich sind sie untrennbar wie die beiden Seiten einer Münze.

YIN steht mehr für den materiellen, substanziellen Aspekt, das YANG verkörpert mehr das immaterielle, energetische Prinzip. Ein besseres Verständnis dafür liefert uns das Bild einer brennenden  Kerze. Darin verkörpert die Kerze selbst den YIN-Aspekt, während die Flamme das YANG repräsentiert.

Alles was auf dieser Welt existiert, kann in diese beiden Kategorien eingeteilt werden. Sind YIN und YANG in einem ausgewogenem Verhältnis, so bedeutet dies Harmonie. Ein Übermaß des Einen wird aber immer zu einer Schwächung des Anderen führen.

Natürlich unterliegt auch unser Körper den Gesetzmäßigkeiten von YIN und YANG. Sind Beide im Körper in einem ausgewogenem Verhältnis, so bietet dies die Grundlage für ein langes gesundes Leben - wie eine Kerze, bei der die Stärke des Wachskörpers und die Flamme in einem ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen langsam und ruhig herunterbrennt.

Sind YIN und YANG hingegen in einer ungleichen Relation zueinander, so resultiert daraus in unserem Körper zunächst Unwohlsein und auf längere Sicht Krankheit und Siechtum.

Ein praktisches Beispiel der Gesetzmäßigkeiten von YIN & YANG zeigt sich in der Nahrungsaufnahme. Essen wir Zuviel auf einmal (Übermaß an YIN = Substanz) so bekommen wir Verdauungsstörungen (Beeinträchtigung des YANG = Verdauungsfunktion) 

Ernährungsheilkunde nach der TCM

Die Ernährungsheilkunde bildet eine der wesentlichen Säulen im Gesamtsystem der TCM. Die Bedeutung die diesem Bereich beigemessen wird rührt daher, dass die Nahrung als die nachgeburtliche Quelle des Qi – unserer Lebensenergie - betrachtet wird. Dementsprechend wurden nicht nur die Nahrungsmittel selber in ihrer Wirkung eingehend studiert, sondern es wurde im alten China (wie auch in den alten medizinischen Systemen des Westens) auch dem Verdauungstrakt als dem Ort der Umwandlung der Nahrung in körpereigene Stoffe höchste Aufmerksamkeit geschenkt.

So gab es eine sehr bedeutende Schule innerhalb der TCM, die genau den Verdauungstrakt mit Milz und Magen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen rückte und als „Schule der Mitte“ bekannt wurde. Der wichtigste Vertreter dieser Richtung war Li Dong Yuan, der sein Wissen in dem richtungsweisenden Werk „Abhandlung über Milz und Magen“ (Pi Wei Lun) zusammenfasste.

Grundsätzlich liegt die Arbeit der TCM immer im Ausgleich bzw. der Vermeidung von Extremen. So auch in der Ernährung. Dementsprechend werden im Zuge einer Ernährungsberatung zunächst Fülle- und Leere-Zustände festgestellt und darauf abgestimmt Nahrungsmittel empfohlen. 

Genau genommen bildet diese Auswahl geeigneter Nahrungsmittel in unserem Kulturkreis erst den zweiten Schritt einer effizienten Ernährungstherapie. Denn auf Grund verschiedener Gegebenheiten liegt der Kern des Problems punkto Ernährung in erster Linie in der Überernährung, einem grundsätzlichen Zuviel, wo die Frage: „Ein Zuviel wovon?“ bereits sekundär ist.

Zunächst geht es um eine generelle Reduktion der Essmengen. Denn das Übermaß in unserer Ernährung führt mit der Zeit zu einer Beeinträchtigung der Funktion v.a. der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. Wir leben jedoch nicht von dem, was wir essen, sondern von dem, was wir verdauen. So führt das Zuviel zunächst im schlimmsten Fall zu unerwünschten Fettpölstern und Übergewicht. Entscheidender aber ist die Schädigung der Verdauungsorgane, die in der Folge nicht – oder nicht mehr in ausreichendem Maße – in der Lage sind, die zugeführte Nahrung zu verstoffwechseln. Die Folge ist, das einerseits noch mehr Abfall im Körper entsteht, der Mangels der Kapazität der Ausscheidungsorgane im Körper deponiert werden muss und früher oder später zu Problemen führt (z.B. in Form von Gicht und Rheuma).

Andererseits führt der mangelhafte Stoffwechsel zu Mangelerscheinungen im Körper. Um es noch deutlicher zu machen: Mangelerkrankungen in unserem Kulturkreis entstehen nicht, weil zu wenig von den Stoffen zugeführt wird, sondern weil wir zuviel essen!

Der erste Schritt Richtung Gesundheit liegt in den meisten Fällen daher in einer Reduktion der Essmengen und einer gleichzeitigen Sanierung des Verdauungstraktes.

Ernährungsberatung nach TCM

„ERNÄHRUNG ist nicht alles, aber ohne gesunde Ernährung ist alles nichts“

Die ausreichende Versorgung unseres Körpers mit Energie und Substanz gewährleistet einen optimalen Ablauf der Körperfunktionen und sichert damit dessen Gesunderhaltung. Unsere Ernährung stellt eine wesentliche Quelle dafür dar. Und wenngleich die Nahrung  nicht so stark und schnell wirkt wie so manche Arznei, so legt sie doch längerfristig durch die permanente Aufnahme den Grad unserer körperlichen und geistigen Gesundheit fest.

„Was den Schmied stark macht, zerreißt den Schneider“

Menschen haben unterschiedliche Ausgangssituationen, was den energetischen Zustand des Körpers generell betrifft. Dies gilt umso mehr auf der Ebene der einzelnen Organe. Dementsprechend gibt es individuell unterschiedliche energetische Bedärfe und was für den einen „gesund“ ist, kann den anderen noch weiter in die Krankheit hineinführen. So können z.B. kühlende Nahrungsmittel bei einem Patienten mit überwiegender Hitze zu einem Ausgleich und damit zu einer körperlichen Verbesserung führen. Die gleichen Nahrungsmittel verstärken aber bei einem Patienten mit überwiegender Kälte die grundlegende Ursache und führen somit zu einer Verschlimmerung.

„Der Mensch ist keine (Verbrennungs-)Maschine“

Die Individualität der Nahrungserfordernisse ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass unser menschlicher Körper nicht wie eine Verbrennungskraftmaschine funktioniert, bei der es nur darum geht, ausreichend Kalorien nachzufüllen. Ernährung mit dem Ziel der Gesunderhaltung dient nicht einem vordergründigen Sättigungsgefühl, sondern dem energetischen und thermischen Ausgleich vorhandener Ungleichgewichte.

„Gemüse ist nicht Gemüse“

Ebenso unterschiedlich die energetischen Anforderungen der einzelnen Organe sind, so differenziert wirken einzelne Lebensmittel zur Deckung dieser Erfordernisse. Die grobe Einteilung von Nahrungsmitteln in Fleisch, Gemüse, Obst, etc. ist dabei wenig hilfreich. Wie unterschiedlich zwei Nahrungsmittel der Kategorie Gemüse z.B. sein können, zeigt folgender Vergleich:

  • Karotte: süß, erwärmend, stärkt den Verdauungstrakt, stärkt allgemein die Lebenskraft (=Ginseng des Gemüses)
  • Gurke: süß, kühlend, kühlt Hitze, nährt die Körpersäfte (Blut etc.), harntreibend

Ein individueller Ernährungsplan für Ihr Wohlbefinden

Meine Ernährungsberatungen auf Basis der TCM beinhalten zunächst eine eingehende Befundung mittels Puls- und Zungendiagnose und anschließend ein ausführliches Gespräch über bestehende Beschwerden, Befindlichkeitsstörungen, aber auch „banale“ kosmetische Probleme sowie aktuelle Essgewohnheiten.

Diese Erhebungen ergeben zusammengefasst ein „energetisches Bild“, das zeigt, in welchen Organen (bzw. Funktionskreisen) ein Mangel vorliegt und welche im Gegenzug vielleicht ein Zuviel besitzen, was deren Funktionsfähigkeit beeinträchtigt.

Abgestimmt darauf erfolgt die Empfehlung verschiedener Nahrungsmittel in einem Ernährungsplan, der detailliert durchgesprochen wird.

Leistungen

1. Schnupperberatung

  • Einfache Ernährungsberatung auf Basis einer kurzen Befundung mit Erklärung wichtiger allgemeiner Ernährungsprinzipien und grober individueller Ernährungsänderungen.
  • Dieses Angebot richtet sich an Klienten, die einfach einmal ihr Ernährungsverhalten grob überprüfen wollen und dabei ein bisschen die Methode und/oder den Therapeuten kennen lernen wollen.
     
  • Dauer: rd. 1 Stunde
  • Preis: 50.- Euro


2. Detailierte Ernährungsberatung

  • Ausführliche Ernährungsberatung auf Basis einer eingehenden Analyse mittels Puls- und Zungendiagnose und einer ausführlichen Anamnese. Als Ergebnis erhalten Sie eine mündliche und schriftliche Auflistung all jener Nahrungsmittel, die für Sie besonders empfehlenswert sind sowie jener Nahrungsmittel, die Sie besser meiden, oder zumindest reduzieren sollten.
  • Wenn notwendig, erhalten Sie auch eine Teerezeptur zur Unterstützung der diätetischen Maßnahmen.
     
  • Dauer: rd. 2 Stunden
  • Preis1: 85.- Euro
     

3. Detaillierte Ernährungsberatung mit 2.Termin

  • Wie Angebot Nr.2 mit einer schrittweisen Vorgangsweise der Ernährungsberatung. Der erste Termin dient der Erstbefundung und Besprechung eines ersten, groben Maßnahmenpakets. Beim zweiten Termin wird der Erfolg der diätetischen Erstmaßnahmen überprüft und es erfolgt eine detaillierte Besprechung der weiteren Empfehlungen mit der Erstellung eines entsprechenden Ernährungsplanes.
     
  • Dauer: rd. 3 Stunden
  • Preis1: 125.- Euro

Der Vorteil der Variante 3 liegt für Sie neben einer finanziellen Ersparnis vor allem im Umstand, dass durch die schrittweise Vorgangsweise die Umsetzung der diätetischen Maßnahmen für Sie leichter und der therapeutische Erfolg (damit) größer ist.

So erreichen Sie mich:

    • Mag. Dieter Zapletal
    • Lederergasse 24, A-4861 Schörfling/A.
    • 07662/4845  Email: dieter@doc-uni.at

 

Aus dem Beginn des Huang Ti Nei King:

„In alten Zeiten folgten die, die das TAO kannten dem Prinzip von YIN und YANG und lebten in Harmonie mit DEM Prinzip der „universalen Bestimmung“; sie ernährten sich bescheiden, waren mäßig in der Bewegung und arbeiteten ohne Exzeß. So erhielten sie Körper und Geist, lebten ihrer Bestimmung gemäß und wurden über 100 Jahre alt.

Heutzutage ist das anders. Man trinkt Wein statt Wasser, hält das Anormale für normal und treibt in trunkenem Zustand Geschlechtsverkehr – das ist der Grund für die Erschöpfung des JING und der Grundenergie des Körpers. Man weiß nicht mehr wie das JING und die Geistesenergie gepflegt werden. Man strebt nur danach ‚das Herz zu erfreuen’ , was dem Gesetz der Eugenik widerspricht. Man reist ohne Maß ... daher ist man erschöpft, kaum dass man fünfzig geworden ist.“

Dieser Text entstammt dem Huan Ti Nei Jing So Quen, dem Grundlagenwerk der TCM, das um rund 2800 vor Christus entstanden ist und bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat – ganz im Gegenteil.

 

Dr. univ. med. Josef A. Egger  -  Arzt für Allgemeinmedizin  -  A-5721 Piesendorf  -  Grabenweg 35  -  Tel 0043 (0)6549/7442-0  -  Fax -15  -  info@doc-uni.at